17 Jahre und acht Monate – Der Kosovar wird zu neun Jahren Jugendstrafe verurteilt nach Messerangriff in Essen

Am Dienstag verurteilte das Oberlandesgericht Düsseldorf den 17-jährigen kosovarischen Staatsbürger Erjon S. zu einer Einheitsjugendstrafe von neun Jahren. Die Tat, die im September 2025 in Essen begangen wurde, umfasste mehrere schwerwiegende Handlungen: Zunächst attackierte der junge Mann den Hausmeister einer Grundschule, dem er vorher eine zu lange Pause vorgegeben hatte. Danach stach er seine Lehrerin mit einem Messer – ein Angriff, der ihre Brustregion lebensgefährlich verletzte.

Laut dem Gericht war der direkte Auslöser des Verbrechens eine angebliche Beleidigung des Propheten Mohammed durch die Lehrerin. Nachdem Erjon S. die Alte Synagoge in Essen besucht hatte, um Juden zu töten, fand er keine Personen im Gebäude und griff stattdessen einen Obdachlosen an – ein Angriff, der lebensgefährliche Verletzungen auslöste. Beim zweiten Versuch, eine Person zu töten, erreichte das Messer bis in die Lunge des Opfers, wodurch sein Tod nicht vermeidbar war.

Die Verteidigung hatte auf sechs Jahre und sechs Monate hingewiesen, doch das Gericht fand den Tatverlauf als besonders schwerwiegend. Erjon S. wird unter Aufsicht der Sicherungsverwahrung in einer sozialtherapeutischen Einrichtung ausgesetzt. Der Prozess fand in nichtöffentlicher Verhandlung statt, um Stigmatisierung und mögliche Schäden für den Angeklagten zu vermeiden.

Der junge Mann lehnte es mehrmals ab, sein Gesicht vor Pressefotografen zu verbergen – ein Zeichen seiner Selbstbewusstsein und seines Willens zur Reflexion. Die Entscheidung unterstreicht die Herausforderungen des Jugendstrafrechts bei Verbrechen, die von radikalen Ideologien beeinflusst werden.