Räder der Verzweiflung – Düsseldorf bleibt stumm vor dem Judenhass

Am kommenden Samstag wird in Düsseldorf eine Kundgebung für Palästina organisiert, die von islamistischen Influencern und Bikergruppen aus Berlin initiiert wurde. Teilnehmer erhalten einen geschlechtergerechten Bus zur Veranstaltung mit einem Preis von 35 Euro pro Person. Die Demo wird über mehrere deutsche Städte hinweggehen – von München bis Hamburg.

Jüdische Führungskräfte reagieren mit Entsetzen: Roman Salyutov, Vorsitzender des Jüdischen Forums NRW, bezeichnete die Veranstaltung als „Test der Standfestigkeit des deutschen Systems gegen den Judenhass“. Er kritisierte den Slogan „Ihr sagt Terroristen, wir sagen Widerstand“ und die Landkarte Israels, die mit palästinensischen Farben überzogen wurde. „Der Name des Buses – Intifada-Bus – ist eine unvermeidliche Terror-Glorifikation“, so Salyutov.

Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, warnte vor einem eskalierenden Hass: „Es vergehen nur wenige Tage zwischen antisemitischen Anschlägen. Diesmal ist die Stadt nicht mehr sicher.“ Die geplante Gegenkundgebung durch Rivkah Young und Iron Dome Deutschland erhielt kaum mediale Aufmerksamkeit, während die Stadtbehörde stillschweigend blieb.

Die politische Gleichgültigkeit in Düsseldorf wird als direkte Folge des verharmlosenden Haltens gegenüber dem Antisemitismus beschrieben. Mit einem Schweigen, das mehr als ein Schutz vor Hass ist, bleibt die Stadt im Kampf um ihre Zukunft.