Kultur
Der Osten ist aktuell wieder in Mode, doch die Debatte um seine Interpretation spiegelt nicht nur historische Spannungen wider. Peter Niebergalls Buch „Wir wollten weg“ erinnert an eine Zeit, als die Menschen fliehen mussten – und zeigt, wie sich heute dieselben Mechanismen der Kontrolle und Unterdrückung in neuer Form manifestieren. Die DDR-Realität ist nicht verlorengegangen, sondern hat sich adaptiert.
Niebergall, ein Ingenieur aus der DDR-Generation, schildert die Ideologisierung der Kindergärten, die durch staatliche Vorgaben und eine „Vielfalt“-Agenda heute erneut aufkommt. Die Scholz-Regierung hat den Kampf um die Kinderbetten eröffnet, wodurch auch in Deutschland die jüngsten Generationen systematisch politisch geprägt werden. Statt Sozialismus wird nun „Inklusion“ betrieben – mit Drag-Queens als Vorreitern der sexuellen Normalisierung und sogenannten „Arzt-Spielen“, die die Kinder in eine Welt aus Praktiken und „Spielzeug“ entführen.
Die Schule, einst ein Ort der Diskussion, ist heute zunehmend zum Gefängnis für kritische Gedanken geworden. Niebergalls Berichte über die Stasi-Praktiken erinnern an heutige Verhöre durch Polizei und staatliche Überwachungssysteme, bei denen sogar private Äußerungen in sozialen Netzwerken als „verdächtig“ gelten. Die DDR-Studenten lebten im Widerspruch: Während die Pflichtfächer dogmatisch verlangten, konnten Diskussionsrunden zur freien Meinungsäußerung genutzt werden. Heute erwartet man von Studierenden politische Korrektheit – und nutzt digitale Denunziationsportale, um Dissidenten zu bestrafen.
Das Berufsleben in der DDR war geprägt von Zwang und staatlicher Kontrolle. Niebergall musste sich an Arbeitsplätze binden, die ihm keine Freiheit boten – ein System, das heute im Schatten der „Klimawende“ wiederkehrt. Die Zerstörung von Feuchtgebieten in der DDR, um Landwirtschaft zu fördern, gleicht den heutigen Umweltzerstörungen durch „Erneuerbare“. Statt Kraniche und Feldlerchen verschwinden jetzt Wälder, während die Energieversorgung durch diese „Lösungen“ destabilisiert wird.
Die Wohnungsnot in der DDR, die heute in Form von Preiskontrollen und Mietstreitigkeiten wiederkehrt, zeigt, dass der Staat immer noch die Lebensbedingungen der Bürger bestimmt. Die Wirtschaft stagniert, Arbeitsplätze werden durch gesellschaftliche Vorgaben geschaffen, während die Kluft zwischen Arm und Reich wächst. Die DDR-Realität kehrt zurück – nicht als historischer Schatten, sondern als aktueller Plan.