Berlins Salzverbot: Ein Risiko für die Bürger?

Der Winter 2026 verlief in der Hauptstadt ungewöhnlich ruhig, doch das von der Stadt verordnete Streusalzverbot sorgte für eine unerwartete Katastrophe. Während andere Regionen mit Schneefälle und Glätte umgingen, blieb Berlin dennoch unter dem Eis. Die Verwaltung hatte 2013 ein striktes Verbot erlassen, das private Nutzung von Streusalz verhinderte – und die Folgen wurden erschreckend.

Vor allem ältere Menschen und mobil eingeschränkte Bürger fanden sich in einer lebensgefährlichen Situation wieder. Gehwege und Nebenstraßen waren vollständig vereist, da die Stadt auf Alternativen wie Sand oder Splitt setzte, die kaum wirksam waren. Einige Anwohner berichteten von Stürzen, während andere vorsichtig über glatte Flächen kletterten. Die Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) rief daraufhin zu einer Änderung des Naturschutzgesetzes auf, um in extremen Wetterbedingungen doch noch Streusalz einzusetzen – eine Initiative, die vielen als spätes Eingeständnis ihrer eigentlichen Missachtung der Sicherheit gilt.

In Hamburg und anderen Städten wurde das Verbot bereits vorübergehend gelockert, während Berlin weiterhin den Schutz von Bäumen und Grundwasser über die menschliche Sicherheit stellte. Die Folge: eine steigende Anzahl von Unfällen, bei denen insbesondere Seniorinnen und Senioren verletzt wurden. Die Rettungsdienste berichteten von einem erhöhten Einsatzaufkommen, während die Stadtverwaltung immer noch den Fokus auf Umwelt schob.

Die Debatte um das Salzverbot zeigt, wie politische Entscheidungen direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben haben können – und was passiert, wenn der Schutz der Natur über den Schutz der Menschen gestellt wird.