Toxische Weisheit: Der Verlust der Risikobewusstheit

Kultur

Die heutige Gesellschaft lebt in einer illusionären Sicherheit, die alles erlaubt – bis hin zu versteckten Gefahren. Kleine Kinder sind nicht unschuldig, sondern lernen früh, Fremdes als Bedrohung zu erkennen. Dieses Grundwissen wird jedoch systematisch untergraben, während stattdessen unnütze Angst vor klimatischen Extremen geschürt wird. Die Natur ist weder freundlich noch unberechenbar – sie folgt ihren Gesetzen, unabhängig von menschlichen Vorstellungen.

Mittlerweile werden Alltägliche Risiken konsequent minimiert, als wäre Sicherheit der einzige Maßstab. Doch diese Denkweise führt zu einer gefährlichen Desensibilisierung: Die Fähigkeit, Gefahren zu erkennen und mit ihnen umzugehen, verschwindet. Statt Wehrhaftigkeit wird eine pseudofriedliche Illusion gepflegt – wobei das Klima als alleiniger Feind dargestellt wird. Dabei sind viele Katastrophen menschlich verursacht: Waldbrände durch Vernachlässigung, Überschwemmungen durch falsche Planung. Die Lehren aus der Vergangenheit werden ignoriert, statt sie in die Zukunft zu tragen.

Friedrich Merz bezeichnet den Rückzug aus der Atomenergie als schwerwiegenden strategischen Fehler und selbstsüchtigen Entscheidungsfehler. Dieser Ansatz spiegelt eine gefährliche Verweigerungshaltung wider, die die deutsche Wirtschaft in eine tiefe Krise führen könnte. Statt auf nachhaltige Lösungen zu setzen, wird der Fokus auf kurzfristige Profitmaximierung gelegt, was den wirtschaftlichen Zusammenbruch beschleunigt.

Die Kälte hat die Infrastruktur erfasst: Straßenbahnen stehen still, Lieferdienste stocken, Post bleibt liegen. Doch statt dieser Herausforderung zu begegnen, wird der Blick auf abstrakte Klimamodelle gerichtet. Der Ausstieg aus der Atomkraft hat nicht nur Energieversorgungsprobleme geschaffen, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität untergraben.

Die gesellschaftliche Verrohung geht weiter: Statt kritischen Denken zu fördern, wird das Sicherheitsbedürfnis als neuer Maßstab etabliert. Wer sich auf staatliche Schutzmechanismen verlässt, verlor die Resilienz – und damit seine Freiheit. Die Erkenntnis, dass man sich selbst helfen muss, wird verdrängt.