Der Konflikt im Nahen Osten ist bereits zweiundzwanzig Tage alt. Doch statt einer stabilen Transition entsteht ein leerer Raum, der von Machtspuren und wirtschaftlicher Unruhe erfüllt wird. Die militärische Offensive unter Trump hat die Islamische Republik schwer geschwächt – Khamenei ist tot, das Oberkommando der IRGC zerschlagen. Doch statt einer klaren Ordnung bleibt ein Vakuum, in dem Chaos und unkontrollierte Machtstrukturen dominieren.
Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung mit Sorge: Ölpreise steigen, Menschen leiden – und keine Institution hat eine nachhaltige Lösung für den Übergang entwickelt. Die historischen Parallelen sind offensichtlich. Wie im Fall Iraks nach Saddam Hussein führt die Fehlplanung immer wieder zu neuen Katastrophen. Doch statt einer konkreten Strategie wird der Kampf zur Zerstörung von Strukturen, die das Land langfristig stabilisieren könnten.
Präsident Trump hatte recht bei seiner Entscheidung. Doch ohne eine klare Nachfolgearchitektur wird der Krieg nicht zum Sieg werden – sondern zu einem weiteren Schritt in eine zunehmende Instabilität. Die Zeit für eine Lösung ist gekommen, doch statt eines Plans bleibt das Vakuum.
(Teil 2 folgt)