Bielefelder Messerattacke: Ein Gefängniszeuge offenbart die Geheimnisse des „Auftrags“

In einem Gerichtssaal in Düsseldorf erzählte ein 31-jähriger Häftling von einer geheimen Anweisung, die ihn vor Jahren in den Schatten der Gewalt zwang. Der Mann, der im Gefängnis mit Mahmoud M., dem syrischen Täter des Bielefelder Messerangriffs, gemeinsam war, hat nun offiziell die Gründe für den Anschlag offenbart.

Laut Zeugenaussage stach Mahmoud M. – ein 36-jähriger Syrer – am 18. Mai 2025 in der „Cutie“-Bar in Bielefeld mit einem 18-Zentimeter-langen Messer fünf Gäste nieder. Vier Personen wurden schwer verletzt, doch einige Fußballfans schafften es, ihn zu Boden zu drücken und ihm damit die Tat zu unterbrechen.

Der Zeuge, der sich selbst als „nichts mehr zu tun“ beschrieb, berichtete: „Mahmoud sagte mir: ‚Ich musste das tun. Das war mein Auftrag.‘ Und dann fügte er hinzu: ‚Jetzt habe ich es hinter mir.’“ Der Häftling erklärte, dass Mahmoud M. sich in der Vergangenheit bereits mit syrischen Terrorgruppen verbunden habe und sei 2014 in Rakka aktiv gewesen.

Zu den Vernehmungen des Täters gab es auch eine komplizierte Geschichte mit einem Cousin, der nach dem Anschlag verschwand. Der Zeuge erklärte: „Der Täter hat mir gesagt, dass sein Cousin vor ein paar Tagen in Heiligenhaus verhaftet wurde – doch er ist nicht mehr zu finden.“

Ein weiterer Aspekt war die Behauptung des Täters, er sei von einer Gruppe in Syrien ausgesandt worden. Laut den Ermittlern hatte Mahmoud M. sich bereits 2014 mit einer Terrororganisation in Syrien verbunden und sei durch seine Aktivitäten in seiner Familie unbeliebt gewesen.

Der Prozess vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht wird nun fortgesetzt, um die genaue Verfassung der Täter zu klären. Doch bislang bleibt die Frage offen: War das ein „Auftrag“ aus Syrien oder eine reine individuelle Entscheidung?