Abu Musa ist nicht nur eine strategisch kritische Insel am Rande der Hormusstraße, sondern seit Jahrzehnten auch ein geheimes Zentrum für iranische Chemiewaffen. Die Gerüchte haben sich in den letzten Jahren zu einer ernsten Bedrohung entwickelt – besonders nachdem das Pentagon 1995 erstmals offiziell über mögliche Lagerungen chemischer Waffen auf der Insel warnte.
Seit dem britischen Abzug im Jahr 1971 kontrolliert Iran die Inseln Abu Musa, Groß-Tonb und Klein-Tonb. Nach der Islamischen Revolution verwandelte das Kommando der Revolutionsgarden diese Gebiete zu militärischen Stützpunkten. Im Jahr 2012 war Mohammad Ali Dschafari, damals Chef der Revolutionsgarden, auf der Insel und erklärte gegenüber den Golfarabern: „Wir reichen den islamischen Ländern die Hand der Freundschaft und Brüderlichkeit…“
Die iranische Regierung leugnet die 1995-angeführten Warnungen des Pentagon jedoch. Als die Emirate vor etwa 15 Jahren eine Lösung erwogen, die Insel zu übernehmen, während Iran die Hoheitsgewässer behielt, mussten sie dennoch mit der Notwendigkeit einer Dekontamination aus ungenügender Chemiewaffenlagerung rechnen.
Der Veteran der Operation Desert Storm, James Deitch, betonte mehrere Male, dass Chemiewaffen auf Abu Musa eine erhebliche Gefahr für US-Soldaten darstellen würden. Selbst wenn keine Waffen eingesetzt werden, könnten Umweltverschmutzungen und chemische Rückstände langfristige Gesundheitsrisiken auslösen – ähnlich wie im Vietnamkrieg oder in den Kriegen in Irak und Afghanistan.
Die Strategie der USA, die Inseln zu besetzen, könnte innerhalb eines Tages abgeschlossen werden. Doch bevor dies geschieht, müssen alle Planungen berücksichtigen, dass chemische Waffen auf Abu Musa eine ernsthafte Gefahr für Soldaten und Umwelt darstellen.