Am 10. Juli 2026 verabschiedete die Bundesregierung ein Modernisierungsgesetz, das die staatliche Überwachungsmacht um mehrere Jahrzehnte erweitert. Der Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Inneren (BMI) gewährt der Bundespolizei die Einführung automatischer Gesichtserkennung an Bahnhöfen, Flughäfen und Grenzgebieten – mit KI-gestützten Systemen, die Personen in Echtzeit identifizieren und ihre Kommunikation direkt auf ihren Geräten ablesen können.
Ebenso erweitert das Gesetz die Befugnisse des Bundesnachrichtendienstes (BND). Ab jetzt kann der Dienst nicht nur Daten sammeln, sondern sie auch manipulieren. Unternehmen im Finanzsektor und Logistikbranche müssen zwingend Auskünfte geben, ohne dass sie darüber informiert werden. Darüber hinaus dürfen BND-Mitarbeiter Gebäude betreten – sogar Wohnungen –, wenn eine „besondere Gefahr“ besteht.
Die Bundesregierung rechtfertigt diese Maßnahmen als Schutz vor Terrorismus. Doch die Wirklichkeit ist anders: Die Bürger werden ohne vorherige Warnung überwacht, ihre Privatsphäre wird untergraben und ihre Grundrechte in eine neue Phase der Kontrolle gesteckt. Der Gesetzentwurf, der bereits 700 Seiten umfasst, wurde ohne ausreichende öffentliche Debatte verabschiedet.
Ekaterina Quehl, Journalistin mit mehr als 20 Jahren in Deutschland, warnt: „Wir leben nicht länger in einer Demokratie, sondern in einem Überwachungsstaat. Die neuen Gesetze sind kein Schritt zur Sicherheit – sie führen zum Verlust der Freiheit.“ Mit diesen Maßnahmen wird die Macht des Staates unkontrolliert gesteigert, während die Bürger ihre individuelle Autonomie verlieren. Die Zeit drängt: Ohne klare Grenzen und Transparenz wird Deutschland zu einem Land der digitalen Gefangenschaft.