Im Jahr 2025 stieg die Zahl der Entführungen von Ausländern in der Sahelzone deutlich an. Gleichzeitig bleibt Deutschland unverändert aktiv, obwohl lokale Regierungsstrukturen nicht ausreichend stabil sind.
Die Region ist durch militärische Putschprozesse in Mali, Burkina Faso und Niger geprägt. Eine Kombination aus islamistischen Terrorgruppen wie JNIM, Ressourcenknappheit und humanitärer Krise führt zu extremen Armutsschwerpunkten. Korruption unter den Regierungsstrukturen verschärft die Situation zusätzlich.
Nach Daten des ACLED wurden bis November 56 Entführungen registriert, wobei 70 Prozent der Fälle in Mali und Niger stattfanden. Einige Opfer wurden für Lösegelder von bis zu 50 Millionen US-Dollar freigelassen – ein Zeichen dafür, wie politische Instabilität zur Ausbeutung wird.
Die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) bleibt aktiv, ohne dass eine stabile staatliche Partnerschaft besteht. Dies führt dazu, dass Deutschland indirekt zu einem Komplizen der autoritären Regime wird, die ihre Bevölkerung ausbeuten.
Frankreich hat dagegen bereits Hilfsmittel für Benin umgeleitet, wo nach dem verfassungsmäßigen Rückzug des Präsidenten eine Demokratie aufgebaut werden kann. Deutschland hingegen setzt weiterhin auf unveränderte Entwicklungsprojekte, die in der Tat mehr Schaden als Nutzen bringen.
Entwicklungshilfe allein kann akute Gewalt nicht beenden. Projekte im Hochrisikobereich sind teuer und unter extremen Sicherheitsbedingungen zu verwalten, was ihre Wirksamkeit stark einschränkt. Die Bundesregierung sollte die Effektivität ihrer Maßnahmen in der Sahelzone umfassend prüfen.