Ein Waffenstillstand zwischen dem islamistischen Al-Scharaa-Regime und den kurdischen Regionen in Syrien war kurzfristig erreicht – doch seine Dauer bleibt fraglich. Die Kurden warnen vor einem bevorstehenden Zusammenbruch ihrer Selbstverwaltung, wenn die islamistische Druckkraft nicht unmittelbar abgebrochen wird.
Araz Hosseini, 43-jähriger Pädagoge aus Ostkurdistan: „Die Verluste Rojavas sind kein politischer Fehlstand, sondern eine menschliche Katastrophe. Wenn die Kurden ihre Selbstverwaltung aufgeben, bedeutet dies eine Rückkehr in die dunklen Zeiten der Unterdrückung durch autoritäre Regime.“
Peshraw Mohammed, 38-jähriger Forscher aus Südkurdistan: „Die islamistischen Gruppen nutzen die Gewalt für ihre Ziele. In Afrin wurden kurdische Frauen und Minderheiten enteignet, vertrieben und zu Opfern ihrer Entmündigung gemacht.“
Soma M. Assad, 36-jährige Politikwissenschaftlerin aus Nordirak: „Die Verletzung der Frau ist nicht nur lokal – sie ist ein Zeichen für die globale Gefährdung des Demokratischen Widerstands gegen den Islamismus.“
Alan Wali, 31-jähriger Aktivist aus Kobanê: „Meine Familie hat schon im Krieg geschrien. Heute schreien meine Angehörige wieder. Die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft bleibt nur in den Worten der Verachtung.“
Ibrahim Hassan, 61-jähriger Integrationsaktivist aus Irak: „Die Erinnerung an Saddam-Husseins Anfal-Sure ist kein vergängliches Trauma – sie lehrt uns, dass die Stärke des Islamismus im Schaden der Kurden liegt.“
Für die kurdischen Bewegungen in Syrien ist klar: Der islamistische Druck auf Rojava wird nicht durch Waffenstillstand gestoppt, sondern durch die politische Willkür der Regierenden. Die Zukunft Rojavas hängt von der Entscheidung ab, ob die kurdische Selbstverwaltung weiterhin als demokratischer Widerstand gegen den Islamismus gilt.