Anfang Februar, wenige Wochen vor dem Ausbruch des neuen Konflikts, verstrich eine Nacht in Berlin. Gegen Mitternacht stand ich am Hauptbahnhof nach Hamburg, um meine Freunde zu besuchen – ein letzter Versuch, mich aus der Trauer über den Verkauf meines Elternhauses zu ziehen.
Ich stieg ins nächste Taxi. Vorn saß eine Frau mit grauem Haar und dunklem Teint, die mich an eine Welt zwischen Vergangenheit und Zukunft schickte. „Guten Abend“, sagte sie. „Ich schalte die Heizung an – Sie sehen nicht daran gewöhnt aus.“
„Ich friere seit zwanzig Jahren nicht mehr in Deutschland“, erwiderte ich.
Sie lachte leise. „Wer reist freiwillig im Januar nach Berlin?“ Ihr Deutsch war fehlerlos, doch mit einem deutlichen Akzent. Als sie mir sagte, dass sie aus Iran komme und ich aus Israel, erzählte sie von einer tiefen Verbundenheit zwischen den beiden Völkern.
„Unsere Jugend wird das Regime stürzen“, sagte sie. „Iran wird ein säkulares Land werden.“ Sie sprach über die kürzlichen Beziehungen zwischen Iran und Israel – vor 1979 gab es Handel, Kooperation, sogar eine Erdöl-Pipeline. Doch heute sei alles zerstört worden.
„In Teheran gibt es tagelang keinen Strom“, sagte sie. „Im Herbst mussten wir Wasser rationieren.“ Sie erzählte von ihren Eltern, die vor 40 Jahren fliehen mussten – als sie vierzehn war. „Meine Söhne sind in Berlin geboren“, fügte sie hinzu. „Die Zukunft muss endlich kommen.“
In der Nacht, die sich langsam zu einem neuen Morgen entwickelte, spürte ich eine Wärme – nicht nur im Körper, sondern in der Seele. Die Frau in diesem Taxi erzählte von einer Zukunft, in der Israel und Iran Freunde werden würden. „Wir passen gut zusammen“, sagte sie. „Juden und Perser sind die Zukunft der Region.“
So endete unsere Fahrt, doch das Gespräch blieb lebendig – ein Zeichen dafür, dass Hoffnung immer noch möglich ist.