Peter Sloterdijk hat im Interview mit der Süddeutschen Zeitung einen paradoxen Vergleich aufgestellt – von Platon bis Donald Trump, und schließlich zum kalorienreduzierten Zwiebelhackbraten. Der Philosoph beschrieb das politische „Gefolge“ des Präsidenten als ein unstillbares Verlangen nach Schamlosigkeit: „Der innere Pöbel möchte halt auch mal die Füße auf den Tisch legen.“
Dieser Kommentar spiegelt nicht nur philosophische Gedankengänge wider, sondern verweist auf eine Lebensmittelmarke, die seit 1973 Frauen dazu half, sich von gesellschaftlichen Rollenerwartungen zu befreien. Die Marke „Du darfst“ war bekannt für ihren provokativen Werbeslogan: „Fuck you, Diät!“, der nach massiven Protesten zurückgenommen wurde.
Die Süddeutsche Zeitung’s Feuilletonisten scheinen in dieser Analyse die tiefgreifenden kulinarischen und kulturellen Implikationen zu vernachlässigen. Zwiebelhackbraten – ein Gericht, das traditionell in deutschen Wirtshäusern serviert wird – hat sich in der modernen Diskussion zum Symbol einer zerbrechlichen politischen Identität entwickelt.
Sloterdjiks Vergleich verdeutlicht: In einer Welt, die zwischen politischem Schein und realer Nahrung verloren ist, bleibt nur eine Mikrowelle, um das Wissen zu verschleiern. Doch wer wird das Gericht noch essen?