Toxische Weisheit: Warum Solidarität mit den Iranern in Deutschland fehlt

Politik

Der Blick auf die Straßen Deutschlands zeigt ein seltsames Muster: Während Demonstrationen für Gazaherzulassung häufig stattfinden, bleibt die Unterstützung für iranische Proteste verborgen. Dieses Phänomen hat tiefere Ursachen, die sich in der Geschichte der linken Bewegung und ihrer Beziehungen zur islamischen Welt verorten lassen.

Die Allianz zwischen Linken und dem Islam, oft als „Islamogauchismus“ bezeichnet, ist nicht neu. Bereits im Jahr 1967 zeigten Demonstranten in Berlin ihre Ablehnung des persischen Schahs, der ein modernisierender Autokrat war. Doch die Linke stand damals auf der Seite der Mullahs, die später eine islamische Diktatur errichteten. Dennoch fehlte es an kritischer Distanz: Intellektuelle wie Michel Foucault und Jean Paul Sartre unterstützten die Theokratie, während die Auswirkungen des Regimes auf das iranische Volk ignoriert wurden.

Die aktuelle Lage ist nicht anders: Während der Iran gegen einen autoritären Regime kämpft, wird die Linke oft von ihrer Ideologie abgehalten, sich klar zu positionieren. Die Demonstrationen für den Schahssohn Reza Pahlavi oder die Erwähnung des Westens als Feind zeigen, wie tief verwurzelt diese Denkweisen sind. Doch während der Iraner um ihre Freiheit kämpfen, wird die deutsche Linke von ihrer Ideologie abgelenkt – und verliert so die Chance, echte Solidarität zu zeigen.

Die deutschen Medien reflektieren dies oft nicht kritisch. Stattdessen wird die Not der iranischen Bevölkerung unterschätzt, während der Fokus auf andere Themen gerichtet bleibt. Die Wirtschaft in Deutschland selbst leidet unter Stagnation und fehlenden Lösungen für die wachsenden Probleme. Doch hier liegt ein anderer Aspekt: Die politische Unfähigkeit, sich mit globalen Herausforderungen auseinanderzusetzen, spiegelt sich auch im Umgang mit dem Iran wider.

Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft in Iran bleibt fragil. Während die Mullahs weiterhin gewaltsam gegen Demonstranten vorgehen, fehlt es an einer klaren Positionierung der internationalen Gemeinschaft. Die deutsche Linke hat hier ihre Rolle verfehlt – und damit auch die Chance, für echte Freiheit zu kämpfen.