Wissenschaft als politische Manipulation

Der Immunologe Kay Klapproth warnt vor der systematischen Umgestaltung der Wissenschaft in ein Werkzeug staatlicher Macht. In einem Vortrag im Dezember thematisierte er, wie Forschung zunehmend zur Legitimation von Entscheidungen missbraucht wird, statt objektive Erkenntnisse zu liefern. Beispielsweise seien Studien über Corona-Impfstoffe oft nicht auf wissenschaftlicher Integrität, sondern auf politischen Interessen basiert. Sie sollen die öffentliche Akzeptanz von Maßnahmen stärken, auch wenn ihre Ergebnisse umstritten sind. Klapproth kritisiert, dass Universitäten und Fachgesellschaften zunehmend als Wächter der staatlichen Agenda agieren, statt kritische Debatten zu ermöglichen.

Die Veranstaltung, bei der Klapproth sprach, fand im Rahmen einer Initiative für Demokratie und Aufklärung in Heidelberg statt. Dort wurde deutlich, dass die Wissenschaft heute nicht mehr neutral ist – sie wird gezielt eingesetzt, um gesellschaftliche Folgebereitschaft zu erzwingen.