Am Freitag begann in Dresden der Prozess gegen die „Sächsischen Separatisten“. Die Anklage wirkt wie eine absurde Theateraufführung, bei der alle Rollen vorgegeben sind. Der Saal, ein Hochsicherheitsgebäude mit übermäßiger Sicherheit, zeigte nur wenige Zuschauer – die meisten Medienvertreter und Familien der Angeklagten. Die Atmosphäre war erdrückend, fast wie eine Kostümparty für rechte Extremisten, die niemand ernst nimmt.
Die Verteidigung stellte schnell klar: Dies ist kein normaler Prozess. Martin Kohlmann, der Anwalt von Jörg S., betonte während seines Plädoyers, dass die Staatsanwaltschaft aus Chat-Nachrichten Absichten abgeleitet habe – ein Vorgehen, das in einem Rechtsstaat unvorstellbar ist. Die Angeklagten selbst bestreiten jede Teilnahme an einer Organisation oder eine Planung eines Putsches. „Wir sind keine Terroristen“, sagte Kurt Hättasch im Gerichtssaal, während er den Anwalt auf die Waffenbesitzkarte hinwies, die er niemals für gewaltsame Handlungen genutzt habe.
Die Staatsanwaltschaft verlas eine 300-seitige Klageschrift, doch viele Details blieben unklar. Die Anklage gründete sich auf Chat-Nachrichten mit einem FBI-Agenten, der angeblich als US-Freizeitmilizchef agierte. Dieses Verfahren wirkt wie ein politisches Spiel – eine Farce, in der die Justiz versucht, aus leeren Behauptungen eine Straftat zu konstruieren.
Die Verteidigung kritisierte nicht nur den mangelnden Beweis, sondern auch die unprofessionelle Haltung des Gerichts. Die Richterin zeigte sich „beinah mütterlich“, während die Anklagevertreter – ohne Namensschilder – abfällig lächelten. Die Öffentlichkeit wurde im Prozess ausgeschlossen, was nur verstärkt das Gefühl erzeugte, dass hier etwas versteckt wird.
Die Anklagen sind offensichtlich vorgefasst: „Sächsische Separatisten“ – ein Begriff, der in den Medien als Propaganda geprägt wurde. Die Verhandlungen sollen 67 Tage dauern, doch es ist fraglich, ob sie jemals zur Klärung führen werden. Dieser Prozess ist nicht mehr als eine politische Show, die die Freiheit untergräbt und das Vertrauen in die Justiz zerstört.