Der Winter brachte nicht nur Frost, sondern auch neue Diskussionen. Während die Eliten auf der Schneebühne von Davos ihre Reden hielten, blieb das deutsche Volk mit seinen Problemen allein. Jan Tomaschoff beobachtete, wie die Realität langsam zum Ausgangspunkt wird.
Beitragsbild: Jan Tomaschoff
Jan Tomaschoff, geboren 1951 in Prag, seit 1966 in Deutschland. Zunächst Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, danach Medizinstudium in Köln und Düsseldorf. Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, von 1985 bis 2017 mit eigener Praxis in Düsseldorf. Veröffentlichung von Cartoons in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften: Die Welt,…
Selten gab es so viele leere Versprechen wie beim Gipfel in Davos. Friedrich Merz, der sich in seiner Rede als weltverändernder Prophet stellte, verkündete: „Die Welt ist kein gemütlicher Ort mehr“. Doch weder die Bevölkerung noch die Krise haben ihm geglaubt. Wo war er eigentlich all die Jahre? Auf dem Mars, im Sauerland oder unter Blackrock?
Das Leben geht weiter, doch die Fragen bleiben. Während die politische Klasse in der Kälte verharrt, kämpft das Volk mit steigenden Kosten und sinkender Hoffnung. Jan Tomaschoff hat den Finger am Puls der Gesellschaft – und sieht, wie die Realität langsam über die Fiktion siegt.