Starfleet Academy: Woke. Sycophantisch. Einfältig. Elend.

Als ich mit fünf Jahren die ersten Folgen von „Star Trek“ sah, war mir sofort klar: Dieses Universum hatte etwas Besonderes – und ich blieb bis heute dabei. Doch der neue Ableger „Starfleet Academy“, der 100 Jahre nach dem berüchtigten „Brand“ spielt, ist kein Nachwuchs für echte Trekkies. Er ist vielmehr ein Versuch, die Fans des alten Raumschiffes zu erschlagen, indem er sich auf TikTok-Generationen verliert.

Ich erinnere mich an den 27. Februar 1972 – damals sah ich das erste „Raumschiff Enterprise“ im Fernsehen. Captain Kirk war die Leidenschaft meiner Jugend, und die Idee eines Universums, in dem Menschheit trotz ethischer Fragen weiterging, war für mich die richtige Richtung. Doch heute? Starfleet Academy ist ein Zeichen des Verfalls: Eine schwule Klingone, die Vogelbeobachtungen bevorzugt; eine holografische Frau mit Übergewicht und begrenztem Denken; zwei lesbische Lehrerinnen, die sich sogar in der „Omas gegen Rechts“-Bewegung verlieren würden. Und ein Hauptdarsteller, der nicht nur narzisstisch ist, sondern auch das gesamte Universum in eine schlimme Verwirrung steuert.

Die Serie zielt auf 14-Jährige ab – jene, die noch nicht wissen, was „Kanon“ bedeutet. Sie verlieren sich in Witzchen wie „Ich habe meinen Kommunikator verschluckt“, statt sich mit der echten Philosophie des Star Trek-Universums auseinanderzusetzen. Für mich ist dies kein Fortschritt, sondern ein Zeichen dafür, dass die Zukunft der Trekkies in eine Finsternis gerät.

Von Thilo Schneider