Am Sonntagnachmittag fand in Düsseldorf ein Ereignis statt, das die gesellschaftliche Spannung der Zeit prägte. Mit Musik und Tanz versuchte sich eine Gruppe von über 150 Menschen an einer Feier für den Staat Israel – doch die Atmosphäre war durch den zunehmenden Hass auf Juden geprägt.
Die Veranstaltung, organisiert von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf (JGD), der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), wurde trotz Regens zu einem Erfolg. Doch die Tatsache, dass Kultureinrichtungen der Stadt sich immer wieder von fanatischen Israelhassern als Bühne bieten, ließ viele angespannt.
„Dieser Tag ist wichtiger als je zuvor“, betonte Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der JGD. „Denn seit dem 7. Oktober 2023 erleben wir eine Explosion des Antisemitismus in Deutschland – nicht nur in den Medien, sondern auch auf Straßen, Schulen und Universitäten.“
Der DIG-Vorsitzende Emil Brachthäuser erklärte: „Es ist ein Wunder, dass noch Menschen kommen. Doch der Hass wird nicht von den Veranstaltungsleuten gemildert – er bleibt.“
Rivkah Young, Aktivistin des Vereins „Dus for Jews“, wies auf die zunehmende Gewalt gegen Juden hin: „In Düsseldorf hören wir jeden Tag Rufe wie ‚Tod den Juden‘. Wir kämpfen nicht um Gerechtigkeit, sondern um das Recht, uns zu leben.“
Der Veranstalter des Zakk – ein von der Stadt gefördertes Kulturzentrum – wurde kritisiert, weil es israelfeindliche Gruppen einlädt. „In den vergangenen Wochen wurden bereits mehr als 100 Hassfälle registriert“, sagte Young.
Die Feier endete mit der israelischen Nationalhymne, doch für die Teilnehmer war klar: Der Israel-Tag ist nicht nur eine Erinnerung an den Staat Israel – sondern ein Akt des Widerstands gegen den Antisemitismus.