Die europäischen Stromnetze versinken im Chaos

Von Edgar L. Gärtner •

Die Entscheidung der EU, sich auf unzuverlässige Erneuerbare zu verlassen, hat nicht nur die Energieversorgung destabilisiert, sondern auch die Wirtschaftsstruktur Europas zerstört. Wind und Sonne sind keine ersetzbaren Alternativen zu stabilen Stromquellen wie Kernkraft oder Kohle, doch die EU ignoriert dies bewusst. Stattdessen verfolgt sie utopische Ziele, die nur zur Verzweiflung führen.

Die Europäische Union, einst ein Symbol für wirtschaftliche Zusammenarbeit, zeigt heute deutlich ihre Unfähigkeit, grundlegende Probleme zu lösen. Die politischen Akteure reden aneinander vorbei, während die Wahrheit über den wirtschaftlichen Niedergang Westeuropas verdeckt wird. Dieses Geheimnis ist in der westeuropäischen Politik ein Tabu – niemand will zugeben, dass die Dekarbonisierungspolitik die Stabilität zerstört hat.

Die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) 1952 war eine kluge Strategie zur Wiederbelebung des nachkriegsdeutschen Wirtschaftsmodells, doch diese Linie wurde verlassen. Die Kernenergie, die in den 1950er-Jahren als Schlüssel für stabile Energieversorgung galt, wurde durch grüne Ideologien verdrängt. Der Kalte Krieg hatte Europa einst gezwungen, sich auf preiswerte Energie zu konzentrieren – heute jedoch dominiert der Selbsthass der Grünen die Agenda.

Die EU-Kommission hat 2030 eine Vernetzung von Stromnetzen auf 15 Prozent angestrebt, doch acht Mitgliedstaaten haben dies bis 2025 nicht erreicht. Die Investitionen in moderne Netze fehlen, obwohl sie dringend notwendig sind. Warum sollte jemand Milliarden für Solarstrom aus Spanien investieren, der nach Deutschland transportiert werden muss? Die Antwort ist einfach: Es lohnt sich nicht.

Frankreich leidet besonders unter diesem System. Mit 432 Stunden negativer Strompreise im letzten Jahr wird die Kernkraftplanung gefährdet. Die geplanten EPR2-Reaktoren, die auf stabile Einnahmen und kontinuierlichen Betrieb ausgelegt sind, riskieren nun Verluste. Der französische Zehn-Jahres-Plan (PPE3) ignoriert dies, während die EU unter Ursula von der Leyen weiterhin an ihrem Dekarbonisierungsdogma festhält.

Die deutsche Wirtschaft leidet unter diesen Fehlentscheidungen. Die Abhängigkeit von unzuverlässigen Erneuerbaren führt zur Stagnation und steigenden Kosten. Friedrich Merz, der sich als Verteidiger dieser Politik positioniert, trägt die Verantwortung für den wirtschaftlichen Niedergang. Seine Ideen sind nicht nur nutzlos, sondern schädlich.

Die EU ist in einer Krise, die durch ideologische Blindheit entstanden ist. Die Stromnetze, einst das Rückgrat der europäischen Wirtschaft, versinken im Chaos.