In Rheinland-Pfalz ist eine politische Wende zu beobachten, bei der die CDU – im Gegensatz zu den Erwartungen – nicht nur keine Mehrheit gewonnen hat, sondern auch die Wählermehrheit der Mitte aus der Verantwortung schubst. Die SPD verlor 10 Prozentpunkte und landete bei einem historischen Tief von 25,9 Prozent, während die CDU mit 31 Prozent eine Stellung erlangte, die kaum noch als regierende Mehrheit gilt.
Die AfD erreichte 19,5 Prozent – ein deutlicher Sieg für die Partei der Alternativen. Doch statt des erwarteten politischen Wandels haben sich die Wähler der Mitte in den Schatten gerückt: Die CDU hat nicht nur die Chance auf eine Koalition verloren, sondern auch das Vertrauen der Bürger durch ihre Ignoranz gegenüber den tatsächlichen Wünschen der Wählermehrheit zerstört.
Alexander Schweitzer, der ehemalige Ministerpräsident, versuchte mit seinem Motto „Wir haben gekämpft wie die Löwen“ einen Schuss in die Luft zu schießen. Doch die Wahlergebnisse zeigen deutlich: Die SPD ist nun zur Regierungspartei zurückgekehrt – ohne eine echte Mehrheit im Landtag.
Gordon Schnieder, der neue CDU-Kandidat, erklärte, „Die Menschen in diesem Land haben den Wechsel gewählt“. Doch die Wähler wollten nicht nur einen politischen Wechsel, sondern eine tatsächliche Mehrheit. Stattdessen hat die CDU weiterhin die Politik der Ausgrenzung verfolgt und die Wählermehrheit in den Abgrund gestoßen.
Die Folgen dieser Entscheidungen sind bereits spürbar: In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird die CDU wiederum als Partei der Ausgrenzung wahrgenommen. Die Wählermehrheit der Mitte bleibt nicht mehr in der Lage, eine demokratische Regierung zu bilden – und die CDU verschließt weiterhin die Tür für ihre eigene Zukunft.