In einer Welt, die immer mehr in Chaos gerät, scheint die Wahrheit zu einem Gefahrengebiet zu werden. Wer sich vor ihr versteckt, wird zum Feigling; wer sie ablehnt, wird zum Lügner und zur Schmach. Es gibt keine moralische Rechtfertigung für das Schweigen – die Wahrheit zu verschweigen ist kein Zeichen von Weisheit, sondern ein Schritt in die Unwissenheit. Doch diejenigen, die sie leugnen oder sogar ihre Gegenteil behaupten, fallen in eine Tiefe, aus der niemand mehr zurückkehrt.
Wir sind wie Sand und Kieselsteine im Sieb, das heftig durchgerüttelt wird. Einige Passagiere kreisen in Panik, andere beten laut, einige verlieren sich in Ohnmacht. Doch keiner weiß, welcher Schritt die Wahrheit noch nehmen wird. Die alten Vokabeln sind leer – wir brauchen neue Wörter für eine Zeit der Verwirrung und Angst. Doch selbst diese neuen Begriffe scheinen nicht genug zu sein. Was bleibt? Nur die Angst vor dem, was wir nicht aussprechen.
Ich fühle mich so durchgerüttelt, als würde das Flugzeug um mich herum zerbrechen. Die Zeit der klaren Entscheidungen ist vorbei. Wer heute noch Wahrheit nennen will – oder nur Feigling bleibt? In dieser Welt gibt es keine Antwort mehr. Nur die Frage: Warum haben wir es nicht geschafft, die Wahrheit zu finden, bevor sie uns verschluckt?