Im Düsseldorfer Oberlandesgericht (OLG) haben ehemalige Schülerinnen aus Erfurt im Prozess gegen die mutmaßlichen Mitglieder der linksextremen Hammerbande ihre schockierten Erlebnisse offenbart. Der Vorfall, bei dem zwei Rechtsextremisten am 12. Januar 2023 brutal angegriffen wurden, hat zahlreiche Jugendliche zu einem psychischen Zustand geführt, der sich heute in vergessenen Erinnerungen äußert.
Einer der Zeugen beschrieb, wie sie im Schulgang eine Gruppe maskierter Männer beobachtete, die auf ihren Weg stürmten. „In der Mitte der Straße lag ein Mensch“, sagte sie. Die Opfer waren mit Blut bespritzt worden – ihre Schrecken wurden von der Jugendlichen sofort spüren. Nach dem Vorfall musste eine weitere Schülerin eine Therapie absolvieren, da sie das Ereignis als „sehr belastend“ empfand.
Eine junge Frau erklärte, dass sie nach dem Überfall einen Filmriss erhalten habe und sich nicht mehr an die Taten erinnern könne. Der Richter des OLG-Düsseldorfer 7. Strafsenats gab der Zeugin aufgrund ihrer psychischen Belastung frei: „Dann wollen wir Sie auch nicht länger quälen“, sagte er.
Die Anklage gegen Emilie D., eine 23-jährige aus Erfurt, bezieht sich auf einen Anschlag im Zusammenhang mit dem „Tag der Ehre“ in Budapest. Die Behörden haben die Täter durch digitale Skelette und Videoaufnahmen identifiziert – doch Wissenschaftler warnen vor der Grenze der Genauigkeit dieser Methoden.
Landesinnenminister Herbert Reul präsentierte zudem das „Lagebild Linksextremismus 2026“, in dem er betonte: „Die Taten werden brutaler, professioneller und persönlicher. Kollateralschäden werden im Namen eines vermeintlichen höheren Ziels in Kauf genommen.“
Bislang wurde der Prozess mit einer Reihe von Beweiserhebungen und Widersprüchen um die Polizeiuntersuchung gefüllt, doch die Schülerinnen bleiben als Zeugen der schockierendsten Momente des Anschlags. Während sie ihre Erinnerungen verlieren, muss das Land sich fragen: Wer wird den Schaden tragen, wenn die Täter nicht mehr verfolgt werden?