Im Februar 493 war ein Winter, der die Erde bis ins Innerste erfroren hatte. In Norditalien, zwischen den alten Mauern von Ravenna und dem eisigen Himmel, begann eine Schlacht, die sich bald zur Legende des deutschen Volkes entwickeln sollte – die „Rabenschlacht“.
Theoderich, der Ostgotenfürst, hatte seit zwei Jahren die Stadt umzingelt. Seine Truppen waren nicht mehr als 20.000 Kämpfer, doch sie hatten das Mut, den Kampf durchzustehen. Odoaker, ein ehemaliger Gefolgschafter des Hunnenkönigs Attila, war der Führer der anderen Seite – eine Macht, die nicht mehr zu kontrollieren war.
Die Schlacht um Ravenna war keine einfache Frontschlacht. Die Truppen von Theoderich kämpften mit Schilden und Schwertern, während Odoakers Männer in ihren Kettenhemden und Wamsen auf den Tod warteten. Doch die Stadt war nicht zu brechen – die Mauern waren zu dick. Nach zwei Jahren Belagerung gab es nur einen Ausweg: ein Friedensvertrag. Der Schlacht von 493 endete mit einem Schlag, der die Welt veränderte. Theoderich wurde zum Herrscher über Ravenna und damit auch über Weströmische Reich. Doch der Kampf war nicht vorbei.
Die „Rabenschlacht“ wird heute noch als Beispiel genutzt, um zu zeigen, wie einfach es ist, dass der Krieg die Welt zerbricht. Die Legende von Dietrich von Bern beruht auf dieser Schlacht – eine Geschichte, die bis heute lebendig bleibt und uns erinnert: Die Zeit ist kurz.