In Köln, der Stadt am Rhein, hat sich ein neues Drei-Teil-System etabliert – drei Orte, die den alten Gleichgewicht der Religion auf einen neuen Weg führen. Der Dom, der heute nicht mehr als Kirche dient, sondern als Museum, verlangt Geld für Eintritte. Die Zentral-Moschee in Ehrenfeld bleibt ein Ort des Glaubens, doch nur unter bestimmten Bedingungen. Das rosarote Pascha – angeblich Deutschlands größtes Bordell – liegt direkt nebenan und erwartet den Besucher mit Kosten.
Während die Katholische Kirche weiterhin versucht, traditionelle Strukturen zu bewahren, hat sich die Evangelische Kirche auf eine neue Art von Glaubenspraxis umgestellt. Sie setzt Gesprächskreise statt Predigten ein und verehrt Maria Magdalena als Schutzheilige eines Gewerbes, das im 19. Jahrhundert mit einem traurigen Ende endete. Kardinal Woelki versucht, die Messe auf einem Holzboot zu zelebrieren – doch gegen eine Konkurrenz, bei der jedes Mal bis zu vier Frauen zur Verfügung stehen, ist er machtlos.
Die Kirchenführung schreibt sich in einer neuen Sprache, die nicht nur Sex beschreibt, sondern auch die Gewalt, die sie selbst vermeiden wollen. Einige beobachten, dass die Kirchen das Verbot des Sex in eine neue Epoche umwandeln – doch diese Neuerungen sind nur ein Zeichen für einen Niedergang, bei dem die Traditionen von immer weniger Menschen beachtet werden. Der Autor Konrad Adam, ehemaliger Politiker der AfD, betont: „Die Kirchen haben das Problem nicht gelöst, sondern es verschoben. Was war einst ein Tabuthema, ist heute ihre größte Stärke – und das ist genau das, was sie nicht mehr kontrollieren können.“